Aumeier-Saal im Casting-Fieber

Ensemble MarCanto begeisterte die Besucher
   

„Das war wieder einmal einmalig schön!“, war die einhellige Meinung der Besucher am Samstagabend im Aumeiersaal. Dort hatte das Ensemble MarCanto unter der Leitung von Margit Spinar seine Premiere des Programms „Casting Fieber“ aufgeführt. Der Chor, der seinem Ruf von einem einmaligen Ensemble mit musikalischem Können und Unterhaltungsgarantie erneut gerecht wurde, lockte an die 180 Besucher in den Saal. Diese wurden reichlich entlohnt und durften einen musikalischen Liveabend mit Musik vom Feinsten genießen.

Unterhaltsames Beiwerk – Castingshows.

Musikliebhaber wissen schon, dass ein Abend mit dem Ensemble MarCanto ein guter Abend werden wird. Und so kam es auch diesmal mit vielen Überraschungen und besonderen Arrangements. Ungewöhnlich schon der Beginn des Konzerts. Nicht der Chor trat auf, nein, das Spiel mit dem Casting begann schon hier. Moderatoren, darunter Bruce Darnell – treffend nachgestellt von Willi Blain –, waren das erste, was man zu sehen bekam. Das Spiel um Aufmerksamkeit und Schlankheitswahn oder Kuppelshows wie „Bauer sucht Frau“ zogen sich durch das Programm und machten den Abend zusätzlich abwechslungsreich, spannend und gefällig.

Zu jedem Stück gab es passende, sehr gut ausgearbeitete Choreografien.

Gehört dieses Spiel um ein Rahmenthema zwar mittlerweile als auflockerndes Beiwerk zum Programm des Ensemble MarCanto, ist es doch nicht das, was einen Konzertabend zu dem eigentlichen Genuss werden lässt. Das macht die Musik, die Auswahl der Lieder, die Vortragsart und die vielen mitreißenden Arrangements. Der Chor hat ein gutes Händchen in Bezug auf die Zusammenstellung der Musikstücke. Schnelle mitreißende Musik kommt genauso zum Tragen wie romantische oder sehr humorvolle Stücke.

Auftritte einzelner Sänger gehörten zum Programm.

Beim Konzert im Aumeiersaal passten die Choreografien perfekt zu den Songs und der Chor hatte sichtlich Spaß dabei. Jeder, wirklich jeder der Sänger schien zu 100% hinter dem zu stehen, was er gerade vortrug. Es wurde getanzt, Arme wurden geschwungen und die Sänger setzten ihre Mimik ein – kurz und gut: Sie spielten das Stück, das sie vortrugen. Es machte eine Freude, die verschiedenen Sänger zu betrachten. Und es kam noch ein weiterer großer Pluspunkt des Chores zum Tragen. Bei vielen Stücken standen einzelne Chormitglieder im Fokus. Margit Spinar schaffte es, jeden Sänger und jede Sängerin zu fordern und deren Stärken herauszuarbeiten. Viele Solisten traten auf. Mal war eine Männerstimme im Vordergrund, mal drei aus dem Sopran. Der Zuschauer war stets gespannt, was als nächstes kommen würde.

Auftritte einzelner Sänger gehörten zum Programm.

Der wichtigste Punkt des Erfolgs des Chores ist wohl eindeutig die genaue musikalische Ausarbeitung. Ganz deutlich wurde dies schon am Anfang bei „Sound of Silence“. Rhythmus, Intonation, genaueste Einsätze, Dynamik – alles war perfekt und es war ein Genuss, diesen Klassiker so vorgetragen zu bekommen. Die Chormitglieder gaben zu: „Wir werden schon sehr genau von Margit getrimmt, aber das ist es wert. Wir sind froh, dass sie es so genau nimmt, wir profitieren von ihrem Können.“ Mit „Don't stop me now“ wurde das Programm beendet. Tatsächlich scheint der Chor auch nicht zu stoppen zu sein. Mit einem Blumenstrauß bedankten sich die Mitglieder zum Abschluss bei Margit Spinar. Diese richtete ein paar Worte an die Besucher und bedankte sich bei der Wirtin. Besonders lobte sie das Publikum, das von Anfang an so herzlich mitgemacht hatte. „Die Stimmung hier in Schierling, ist schon was Besonderes. Vielen Dank.“ Es gab noch zwei Zugaben, darunter der humorvolle Klassiker vom pubertierenden Nachwuchs und die Zuschauer wurden entlassen. Spenden sind reichlich gegeben worden – auch ein Zeichen des gelungenen Abends.

Die Chormitglieder bedankten sich bei Margit Spinar mit Blumen.

Wer dieses Wochenende keine Zeit hatte, kann den Chor am Samstag, 22. April, um 20 Uhr in der Schulsporthalle Langquaid, am Sonntag, 23. April, um 19 Uhr in der Stadthalle Mainburg und zum Finale am Samstag, 13. Mai, um 20 Uhr in Aula der Jakob-Ihrler-Schule in Ihrlerstein hören und sehen. Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Beginn. Der Eintritt ist frei, das Ensemble MarCanto nimmt aber gerne Spenden entgegen.
   



Informationen zum Ensemble MarCanto:

Das Ensemble MarCanto gibt es seit 2000. Gründerin und Chorleiterin ist die ausgebildete Sängerin und Kirchenmusikerin Margit Spinar aus Schierling. Derzeit sind 29 Sängerinnen und Sänger im Alter von 19 bis 63 Jahren im Chor aktiv. Das Ensemble MarCanto begeistert seine Zuhörer bei Konzerten, Auftritten, Events und anderen Festen mit seinem umfassenden Repertoire aus kultigen, modernen, bayerischen, lustigen und aktuellen Songs. Wer Lust am Singen hat, kann – ganz unverbindlich – bei einer Probe des Ensemble MarCanto vorbeischauen. Die Proben sind immer donnerstags ab 19:30 Uhr im Probenraum „Taktstock“ im Lenbachpark 2 (hinter Penny-Markt) in Langquaid. Mehr Informationen im Internet unter www.ensemble-marcanto.de oder auf Facebook unter https://www.facebook.com/138229922918940.

   


<< ZURÜCK << Text und Fotos: Anita Beutlhauser

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<< ZURÜCK << Fotos: Roswitha Geiger

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